Pressemitteilungen
Unternehmensberater gratulieren den Freien Berufen
UBIT-Obmann Harl: 50 Jahre "Bundeskomitee Freie Berufe" Anlass zu verstärkter Zusammenarbeit im Dienste der Wirtschaft
Wien, 7. Juni 2010 - Aus Anlass des 50-jährigen Bestandes des Bundeskomitees der Freien Berufe, in dem die nicht in der Wirtschaftskammer organisierten unternehmensbezogenen Dienstleistungsberufe zusammenarbeiten, beglückwünscht Alfred Harl, Obmann des Fachverbandes Unternehmensberatung und Informationstechnologie in der WKÖ, die 67.000 Steuerberater, Wirtschaftsprüfer, Rechtsanwälte, Architekten und Notare zu ihren Leistungen für die österreichische Wirtschaft und weist auf die Gemeinsamkeiten aller unternehmensbezogenen Dienstleistungsberufe hin.
"Die historisch gewachsenen Strukturen müssen sich anpassen und in der Zukunft weiter bewähren, weil der erfolgreiche Auftritt auf den nationalen und internationalen Märkten nicht mehr durch restriktive Rahmenbedingungen, sondern ausschließlich durch hohe Qualität, ethisch motiviertes Agieren und interdisziplinäre Zusammenarbeit gewährleistet werden kann. In diesem Sinne fühlen sich die 50.000 österreichischen Unternehmensberater, IT-Dienstleister und Bilanzbuchhalter in besonderer Weise mit den Freien Berufen verbunden und begrüßen eine weitere Vereinfachung und Gleichstellung der gesetzlichen Rahmenbedingungen im Einvernehmen mit denn Mitgliedsorganisationen der Bundeskonferenz."
Als nachahmenswertes Beispiel erfolgreicher Kooperation verweist Harl auf die Arbeitsgemeinschaft Beratungs- und Dienstleistungsexport (Austrian International Consultants), die den Auslandsauftritt von Unternehmensberatern, Zivilingenieuren, Architekten und IT-Dienstleistern unterstützt. Harl wünscht sich für die nächsten Jahre eine Reihe ähnlicher gemeinsamer Aktionen sowie eine Ausweitung der Möglichkeit, Interdisziplinäre Gesellschaften - unabhängig von der Mitgliedschaft in verschiedenen Interessenvertretungen - zu gründen.
"Die historischen Unterschiede zwischen sog. gewerblichen und sog. freien Berufen verschwinden zusehends und werden durch gemeinsame Marktauftritte und identische Marktanforderungen ersetzt", so Harl. Rückfragehinweis: Wirtschaftskammer Österreich Fachverband Unternehmensberatung und Informationstechnologie Tel.: 05 90 900-3173 E-Mail: ubit@wko.at Internet: www.ubit.at
WKÖ-Vizepräsident Schelling für mehr Wettbewerb und Interdisziplinäre Gesellschaften
„Wettbewerb erzeugt Qualität“ - Interdisziplinäre Gesellschaften bringen Vorteile für Freie Berufe, Wirtschaft und Staat
Wien, 23. Mai 2010 - „Die Freien Berufe leisten einen wichtigen Beitrag für die gesamte Wirtschaft“, betonte Hans-Jörg Schelling, Vizepräsident der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) anlässlich der Festveranstaltung „50 Jahre Bundeskomitee Freie Berufe Österreichs“. Schelling prognostizierte bei der Podiumsdiskussion im Rahmen der Abendveranstaltung „Zukunft der Freien Berufe - Aufgaben und Herausforderungen in einer modernen Gesellschaft" einen stärkeren Qualitätswettbewerb der Freien Berufe und eine Forcierung von Interdisziplinären Gesellschaften für die Zukunft.
Wettbewerb erzeugt Qualität
„Qualität ist ein entscheidender Wettbewerbsfaktor. Konsumenten entscheiden nicht nur nach dem niedrigsten Preis. Sie sind bereit für eine qualitativ hochwertige Leistung entsprechend zu zahlen. Wettbewerb erzeugt Qualität: Das gilt auch für die Freien Berufe“, ist Schelling überzeugt und forderte einheitliche Qualitätsrahmen für diese Berufssektoren: „Je höher die Haftung, desto höher die Qualität. Doch selbst innerhalb einzelner Bundesländer sind unterschiedliche Regeln vorhanden. Ohne einheitliche Normen kann die Qualität nur schwer gesichert werden.“ Zukunftschance Interdisziplinäre Gesellschaften
Als Zukunftschance für die Freien Berufe bezeichnete der Vizepräsident der Wirtschaftskammer Interdisziplinäre Gesellschaften. Dieser Begriff beschreibt im aktuellen Regierungsübereinkommen den Zusammenschluss zwischen Gewerbetreibenden und Freien Berufen auf freiwilliger Basis. Gerade im Bereich der Dienstleistungs- und Sachgüterproduktion könnten durch Interdisziplinäre Gesellschaften mit geringem Aufwand zusätzlichen Arbeitsplätzen geschaffen werden. „Interdisziplinäre Gesellschaften bringen Vorteile für die Freien Berufe, die Wirtschaft und den Staat“, so Schelling.
Rückfragen: WKÖ Stabsabteilung Presse Mag. Rupert Haberson Tel.: +43 (0)5 90 900 4362 E-Mail: rupert.haberson@wko.at
Fachverband UBIT
Alfred Harl steht Fachverband Unternehmensberatung und Informationstechnologie weiter vor
Wien (OTS/PWK404 - 21. Mai 2010) - "Mit der Bewältigung der Folgen der Wirtschaftskrise warten große Herausforderungen auf die Mitglieder unseres Fachverbandes", so Alfred Harl, einstimmig wiedergewählter Obmann des Fachverbandes Unternehmensberatung und Informationstechnologie (UBIT) in der WKÖ.
Für seine zweiten Amtsperiode hat der Fachverbandsobmann bereits eine ambitionierte Agenda vorgestellt: "In den kommenden fünf Jahren möchte ich für unseren Fachverband neue Arbeitsmodelle und dazu passend neue Managementmethoden entwerfen und etablieren. Darüber hinaus wird die Förderung der Frauen in der Wirtschaft ein großer Schwerpunkt."
"Österreich muss das pulsierende IT-Herz Europas werden", betont Harl, der unter andere mit einem neuen Lehrgang der UBIT-Akademie gegen den Fachkräftemangel ankämpfen will: "Auch in den Bereichen E-Government und E-Health gilt es noch viele offene Baustellen zu bewältigen. Der Professionalisierungsgrad wird in den kommenden Jahren zunehmen, dies eröffnet unseren Fachverbandsmitgliedern große Chancen."
Im Bezug auf die Unternehmensberater will Harl den Umbau der österreichischen Beraterstandortes zu einer Wissensdrehscheibe weiter voran treiben: "Die Qualifikation der Unternehmensberater wird durch die CMC-Zertifizierung sichergestellt. Darüber hinaus soll jedem Unternehmen sein Bilanzbuchhalter zur Seite stehen." Der Fachverbandsobmann setzt sich in diesem Zusammenhang dafür ein, dass die gesetzlichen Rahmenbedingungen bezüglich der Abgabe ihrer Arbeitsergebnisse und Anhebung der Bilanzierungsgrenzen angepasst werden.
"Die Mitglieder des Fachverbandes Unternehmensberatung und Informationstechnologie werden weiter in den Mittelpunkt des Wirtschaftsstandortes rutschen und sie werden die Herausforderungen der kommenden Jahre meistern. Dabei wird sie ihre Fachvertretung nach Kräften unterstützen", unterstreicht Harl abschließend. Der Fachverband UBIT ist die Interessenvertretung von über 50.000 österreichischen Unternehmen - davon ein großer Teil Ein-Personen-Unternehmen - aus den Bereichen IT und wirtschaftsberatende Berufe.
Rückfragen:
Wirtschaftskammer Österreich Fachverband Unternehmensberatung und Informationstechnologie
Tel.: 05 90 900-3173, E-Mail: ubit@wko.at, Internet: http://www.ubit.at
Jahresbericht 2009 der Paritätischen Kommission Bilanzbuchhaltungsberufe
Mehr als 7000 Selbständige in den Buchhaltungsberufen
Wien, 13. Jänner 2010 - Anläßlich der ersten Sitzung im Kalenderjahr 2010, die den Turnusmäßigen Wechsel im Vorsitz der PK (von Dr. F. Bock - WKÖ auf Mag. M. Effenberg - KWT) brachte wurde der umfangreiche Jahresbericht 2009 den Vertretern der beinen Interessenvertretungen und dem Aufsichtsministerium übergeben.
Mit Jahresbeginn 2010 sind 7072 Berufsberechtigungen in den Buchhaltungsberufen aufrecht, darunter:
3583 Gewerbliche Buchalter/innen
892 Selbständige Buchhalter/innen
2579 Bilanzbuchhalter/innen
58 selbständige Perspnalverrechner/innen
56 Buchhalter/innen nach BibuG.
Die Schwerpunkte der Arbeit der Paritätischen Kommission im Jahre 2009 waren:
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Bestellung und Anerkennung von berufsberechtigten Personen und Gesellschaften
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Bearbeitung von Anfrfagen und Überprüfungen zwecks Bestelllung/Anerkennung bzw. Fachprüfungen
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Abhaltung von schriftlichen und mündlichen Fachprüfungen
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Abwicklung der gesetzlichen Aufgaben (z.B. Kammerwechsel von Berechtigten, Meldungen, Suspendierungen usw.)
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Auskunftserteilung und Informationstätigkeit
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Zusammenarbeit mit Interessenvertertungen und Ausbildungsinstitutionen und diversen Behörden
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Durchführung der Überstellung von Selbständigen Buchhaltern aus der Kammer der Wirtschaftstreuhänder in die Wirtschaftskammern, Übernahme der Behördenfunktion
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Erarbeitung von detaillierten Vorschlägen für die Novellierung des Bilanzbuchhaltungsgesetzes im Sinne besserer, transparenterer und einfacher Regelungen; Erstellung von Unterlagen und Textvorschlägen für den Bericht an den Gesetzgeber durch das BMWFJ
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Implementierung und Mitarbeit bei den den Berufsstand betreffenden Rahmenbedingungen (z.B. Geldwäscherichtlinie, Dienstleistungsgesetz, Insolvenzrechtsänderungsgesetz.
Wirtschaftstreuhänder gegen höhere Buchführungsgrenzen
Betriebe würden Informations-, Kontroll- und Steuerungsinstrument verlieren
Wien, 2. November 2009 - Der Jahresabschluss ist auch für kleinere Betriebe ein unverzichtbares Instrument zur Steuerung des Unternehmens, das verloren geht, wenn auf die einfachere Einnahmen-Ausgaben-Rechnung umgestellt wird. Deshalb lehnt die Kammer der Wirtschaftstreuhänder die Anhebung der Buchführungsgrenzen ab, die im Entwurf des Rechnungslegungsrechts- Änderungsgesetz vorgesehen ist.
„Prinzipiell begrüßen die Wirtschaftstreuhänder jede Vereinfachung, die zur Entlastung von Betrieben führt. Das gilt auch für die geplante Modernisierung der Rechnungslegungsvorschriften“, sagt der Präsident der Kammer der Wirtschaftstreuhänder, Mag. Klaus Hübner. Die in dem Entwurf zum Rechnungslegungsrechts-Änderungsgesetz 2010 vorgesehene Anhebung des Schwellenwerts für die unternehmensrechtliche Rechnungslegungspflicht von 400.000 auf 700.000 Euro Jahresumsatz lehnt die Kammer aber ab. „Mit dem Verzicht auf doppelte Buchführung und Jahresabschluss gehen zu viele wichtige Informationen wie Eigenkapitalquote oder Stand der offenen Forderungen und Verbindlichkeiten verloren. Damit können krisenhafte Entwicklungen bis hin zur drohenden Insolvenz nicht rechtzeitig erkannt werden“, argumentiert Hübner. Außerdem sind die Informationen aus dem Jahresabschluss auch für die Unternehmensfinanzierung durch die Banken im Zusammenhang mit Basel II nach Meinung der Wirtschaftstreuhänder unerlässlich. Hübner: „Gerade in Krisenzeiten brauchen die Betriebe selbst und die Unernehmen mit denen sie zusammen arbeiten mehr und nicht weniger Informationen, um einen sicheren Kurs zu steuern.“
Hübner zweifelt auch an den vom Gesetzgeber als Begründung für die höheren Buchführungsgrenzen angeführten Einsparungen bei den Betrieben. In der Praxis würden nämlich auch Einnahmen-Ausgaben-Rechner normale Buchhaltungsprogramme einsetzen oder müssten aus Gründen der Kontrolle betriebswirtschaftlich notwendige Nebenaufzeichnungen führen. Hübner: „Die tatsächlich möglichen Einsparungen sind bescheiden und stehen in keinem Verhältnis zum größeren Risiko, wenn auf das Informationssystem eines kompletten Rechnungswesens verzichtet wird.“
Fachverband UBIT: Obmann Harl begrüßt mehr Rechte für Buchhaltungsberufe
Entwurf für Rechnungslegungsrechts-Änderungsgesetz 2010 erweitert Betätigungsfeld für Buchhaltungsberufe - Einnahmen-/Ausgaben-Rechnung bis 700.000 Euro Umsatz möglich
Wien, 16. Oktober 2009 - Das Bundesministerium für Justiz versandte den Entwurf des Rechnungs-legungsrechts-Änderungsgesetzes 2010. Bei dessen Umsetzung können ab 1. Jänner 2010 Unternehmen bis zu Umsatzerlösen von 700.000 Euro jährlich eine Einnahmen-/Ausgaben-Rechnung führen und müssen nicht bilanzieren. Allein durch diese Anhebung werden rund 2.000 Betriebe entlastet, die bisher bilanzierungspflichtig waren und zukünftig nur mehr eine Einnahmen-/Ausgaben-Rechnung brauchen.
"Mit dieser längst fälligen Maßnahme wurde ein aus mehreren Gründen wichtiger erster Schritt in die richtige Richtung gesetzt", zeigt sich Alfred Harl, Obmann des Fachverbandes Unternehmensberatung und Informationstechnologie (UBIT) der WKÖ, erfreut. "Die neuen Rechnungslegungs-Bestimmungen entlasten die Unternehmen in Höhe von geschätzten 55 Millionen Euro pro Jahr. Dies ist dringend notwendig, damit finanzielle Mittel verstärkt für den Einsatz im produktiven Bereich frei werden und insgesamt die Attraktivität des Wirtschaftsstandortes Österreich gefördert wird."
Zweitens eröffnen sich dadurch für die mehr als 9.000 Buchhalterinnen und Buchhalter in ganz Österreich zusätzliche Geschäftsmöglichkeiten: Sie dürfen dann nämlich Einnahmen-/Ausgabenrechnungen für Unternehmen mit einem jährlichen Umsatz bis 700.000 Euro nicht nur erstellen, sondern dieseauch abschließen - und damit Betriebe vollumfänglich servicieren. "Und last but not least reduzieren die Änderungen bürokratische Belastungen für Österreichs Unternehmen", so Harl.
Erfreut zeigen sich Obmann Harl und René Tritscher, Geschäftsführer der Fachverbandes UBIT, auch darüber, dass in einem nächsten Schritt eine weitergehende Modernisierung der Rechnungslegungsvorschriften geplant ist. "Die Bilanzbuchhaltungsberufe stehen mit ihrem Know-How jederzeit bereit, Unternehmensdaten zeitgerecht zu liefern, um eine zielgerichtete und rasche Unternehmenssteuerung zu ermöglichen", unterstreichen sie.
"Ein aus unserer Sicht notwendiger nächster Schritt muss sein, dass Bilanzbuchhalter im Auftrag und für ihre Kunden die zahlenmäßigen Resultate, die sie seit vielen Jahren hochprofessionell und zuverlässig erstellen, dann auch an die Adressaten übergeben dürfen", fordert Harl.
Rückfragehinweis: Wirtschaftskammer Österreich Fachverband Unternehmensberatung und Informationstechnologie Tel. 05 90 900-3540 E-Mail: ubit@wko.at
Wirtschaftstreuhänder und Wirtschaftskammer begrüßen neues Insolvenzrecht
Hübner: Fairer Ausgleich zwischen den Interessen als Bewährungsprobe
Wien, 10. September 2009 - Ein auf die Erhaltung der Betriebe ausgerichtetes neues Insolvenzrecht ist nach Meinung der Kammer der Wirtschaftstreuhänder eine richtige und angesichts der Krise überberfällige Maßnahme. "In der Praxis wird es darum gehen, mit Fortführung des Unternehmens auch die Interessen der Gläubiger besser zu schützen als mit der Zerschlagung", sagt der Präsident der Kammer der Wirtschaftstreuhänder, Mag. Klaus Hübner. Ähnlich äußerten sich Vertreter der Wirtschaftskammer.
Justizministerin Claudia Bandion-Ortner und Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner haben den Entwurf für ein neues Insolvenzrecht vorgelegt, das teilweise an das amerikanische Sanierungsverfahren nach Chapter 11 angelehnt ist. Während das bisherige Insolvenzrecht im Wesentlichen darauf ausgerichtet ist, die Gläubiger aus der Verwertung der noch vorhandenen Unternehmenswerte zu befriedigen, zielt das ab 1. Jänner geltende neue Recht auf die Fortführung des insolventen Unternehmens ab.
Die Kernpunkte:
~ - Die Unterscheidung in Ausgleich und Konkurs entfällt. Das Insolvenzverfahren wird bei Vorliegen eines Sanierungsplans als Sanierungsverfahren und sonst als Konkursverfahren geführt.
- Die Einleitung des Verfahrens wird erleichtert, weil nur noch die Hälfte (bisher drei Viertel) der Forderungsinhaber zustimmen müssen.
- Die Kündigung von Verträgen und der Zugriff auf Vermögenswertewerden für sechs Monate ausgeschlossen.
- Die für die Fortführung erforderliche Abfindungsquote für die Gläubiger von bisher 40 Prozent wird gesenkt. Bei einer Quote von 30 Prozent kann der Schuldner das Verfahren unter Aufsicht in eigener Verwaltung durchführen. Bei 20 Prozent wird das Verfahren unter Fremdverwaltung abgewickelt.
- Noch offen ist die Stellung von Sanierungskrediten, die Banken nach Eröffnung des Verfahrens einräumen.
- Nach Abschluss der Sanierung wird der Fall aus der Insolvenzdatei gelöscht.
Angesichts der steigenden Anzahl von Insolvenzen und der dadurch ausgelösten Vernichtung von Vermögen ist ein auf den Weiterbestand von Unternehmen konzentriertes Insolvenzrecht ein Gebot der Stunde und entspricht einer langjährigen Forderung der Wirtschaftstreuhänder, kommentiert Hübner den Entwurf. Gleichzeitig müsse man aber sehen, dass insbesondere der am Chapter 11 angelehnte Schutz des Unternehmens eine Belastung der Geschäftspartnerdarstelle.
Wirtschaftstreuhänder urgieren die geplante Anpassung des Bankgeheimnisses an OECD-Standards
Wien, 24. August 2009 - Damit Österreich von der "grauen Liste" jener Staaten gestrichen wird, die nach Ansicht der OECD im Kampf gegen Steuerhinterzieher nicht ausreichend kooperieren, plant Finanzminister Pröll die Revision einer Reihe von Doppelbesteuerungsabkommen. Rechtliche Grundlage dafür soll das neue Amtshilfedurchführungsgesetz sein, das seit Juni beschlussfertig im Parlament liegt und am 27. August im Finanzausschuss behandelt werden soll. Für das neue Gesetz ist eine Zweidrittel-Mehrheit im Parlament notwendig und somit die Zustimmung zumindest einer der Oppositionsparteien. Diese verweigern sich derzeit aber noch.
Die Kammer der Wirtschaftstreuhänder warnt im Interesse des internationalen Ansehens Österreichs und zur Vermeidung eines Schadens für die international tätigen österreichischen Unternehmen vor weiteren Verzögerungen und urgiert die rasche Umsetzung der geplanten gesetzlichen Regelungen. Sie appelliert gleichzeitig an die Oppositionsparteien, im Interesse der Sache dem Gesetzesvorschlag nicht weiter die Zustimmung zu verweigern.
"Nachdem seit kurzem sogar die Britischen Jungferninseln und die Cayman-Inseln von der OECD von der "Grauen Liste" gestrichen wurden und damit nicht mehr als Steueroasen betrachtet werden, brennt nun schön langsam international für Österreich der Hut", befürchtet WT-Präsident Klaus Hübner. Hübner weist darauf hin, dass nach jüngsten Meldungen auch die Europäische Investitionsbank (EIB) die Verhängung von Sanktionen gegen jene Staaten plant, die auf der Grauen Liste" der OECD stehen, darunter auch Österreich.
Nach Ansicht der Wirtschaftstreuhänder droht bei weiteren Verzögerungen eine erhebliche Gefahr für die österreichische Wirtschaft, vor allem auch von Seiten unseres wichtigsten Wirtschaftspartners Deutschland: Die deutsche Bundesregierung hat Anfang August die Rechtsverordnung zum neuen Gesetz gegen Steuerhinterziehung im Ausland gebilligt, der Bundesrat soll der Verordnung am 19. September zustimmen. Die deutschen Steuerpflichtigen treffen demnach erweiterte Nachweispflichten, wenn sie Geschäfte in international geächteten Steueroasen machen oder dort Geld anlegen. "Für welche Länder diese Sanktionen konkret gelten, hat die deutsche Regierung zwar noch nicht festgelegt, allerdings könnte auch Österreich darunter sein, wenn es bis dahin ie Streichung aus der "Grauen Liste" der OECD nicht geschafft hat", warnt Karl Bruckner, Vorsitzender des Fachsenats für Steuerrecht der Kmmer der Wirtschaftstreuhänder.
Bruckner sieht überdies die Gefahr, dass auch andere Staaten Sanktionen gegen Österreich verhängen und zB Doppel-besteuerungsabkommen kündigen könnten, was für die ohnedies angeschlagene österreichische Exportwirtschaft ein erheblicher Schaden wäre.
Bei der geplanten Neuregelung müsse laut Präsident Hübner auf eden Fall sichergestellt werden, dass es nicht zu einem automatischen Datenaustausch zwischen Bank und ausländischer Behörde komme und dass Daten nicht in großem Stil weitergegeben werden (so genannte "fishing expeditions"). Entsprechend dieser Forderung sieht er derzeit vorliegende Entwurf des Amtshilfedurchführungsgesetzes auch tatsächlich vor, dass ausländische Behörden, welche die Herausgabe von Kontodaten begehren, nachweisen müssen, dass es sich um einen ganz konkreten Fall handle und dass sie die normalen innerstaatlichen Möglichkeiten zur Auskunftsbeschaffung bereits ausgeschöpft haben.
Eine Aufweichung des Bankgeheimnisses für Inländer lehnt WT-Präsident Hübner allerdings strikt ab. Es muss dabei bleiben, dass die Banken über die Konten österreichischer Kunden nur Auskunft geben müssen, wenn ein Steuerverfahren oder ein Kriminalstrafverfahren eingeleitet worden ist.
10 Jahre selbständige Buchhaltungsberufe
Ein Jubiläum, ein neuer Beruf und noch weite Wegstrecken - Pressemitteilung des Fachverbandes UBIT
Wien - 20. Juni 2009 - Die Buchhaltungsberufe sind zehn Jahre alt: Anlässlich dieses Jubiläums, das in der Pyramide Vösendorf gefeiert wurde, konnte Alfred Harl, Obmann des Fachverbandes Unternehmensberatung und Informationstechnologie (UBIT), eine positive Bilanz ziehen: Die hohe Qualifikation der BuchhalterInnen ist ein wesentlicher Erfolgsgarant für Österreichs Klein- und Mittelbetriebe. Die Wirtschaft braucht solche Partner. Vor allem für Ein-Personen-Unternehmen und Klein- und Mittelbetriebe ist das Outsourcing der Buchhaltung und des Rechnungswesens eine professionelle und effiziente Möglichkeit, um sich auf das eigene Kerngeschäft konzentrieren zu können.“
Fachliche und persönliche Weiterbildung enorm wichtig
Die Frage „Was bringt die Steuerreform?“ beantwortete Wolfgang Nolz, Sektionschef im Bundesministerium für Finanzen. Keynote Speaker Hubert Neuper faszinierte seine ZuhörerInnen zum Thema „Motivation & Ausdauer – wie erreicht man Ziele“ mit Einblicken in seine Karriere als Skispringer, als auch als Leiter der Österreichischen Sporthilfe und Organisator des World Sports Award. „Marketing für BuchhalterInnen“ stand ebenso noch auf dem Programm wie das Thema „Körpersprache“. Spätestens zu diesem Zeitpunkt war allen TeilnehmernInnen klar, wie wichtig neben der fachlichen auch die persönliche Weiterbildung ist – und mit wie viel Lachtränen gelernt werden kann.
Jubiläum-Gastgeber Andreas Stadler, Vorsitzender der Berufsgruppe Buchhaltung im Fachverband UBIT über die Entwicklung der Selbständigen BilanzbuchhalterInnen: „Der Erfolg der bisherigen Bestellungen zu BilanzbuchhalterInnen gibt uns die Legitimation des Marktes, das Berufsbild weiter zu entwickeln, die Nachfrage ist ungebrochen.“
Schelling: "Viel erreicht, doch noch viel zu tun"
Hans Jörg Schelling, Vizepräsident der Wirtschaftskammer Österreich und Vorsitzender des Verbandsvorstandes im Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger und Mann der ersten Stunde: "Wir haben gemeinsam viel erreicht. Viel gibt es noch zu tun, um die Erfolgsgeschichte für die Berufsgruppe einerseits, aber auch für die gesamte Wirtschaft Österreichs fortzusetzen".
Der Fachverband UBIT vertritt mehr als 5.700 Mitglieder der selbständig tätigen Buchhaltungsberufe: BilanzbuchhalterInnen, Gewerbliche BuchhalterInnen, Selbständige BuchhalterInnen, BuchhalterInnen und PersonalverrechnerInnen. Vor allem seit Inkrafttreten des Bilanzbuchhaltungsgesetzes am 1. Jänner 2007 boomt der neue Beruf der Selbständigen BilanzbuchhalterInnen: seither haben über 2.500 Personen bzw. Gesellschaften die öffentliche Bestellung bzw. Anerkennung nach dem Bilanzbuchhaltungsgesetz erhalten.
Rückfragen: Fachverband Unternehmensberatung und Informationstechnologie (UBIT)
Telefon: 05 90 900-3540 Email: ubit@wko.at
Unterstützung für Österreichs KMU
Selbständige Bilanzbuchhaltert/innen sind qualifizierte Partner der KMU
Wien, 15. Mai 2009 - In Österreich sind in der gewerblichen Wirtschaft 300.000 KMU tätig. Das sind 99,6 Prozent aller Unternehmen in diesem Bereich. Sie bieten 1,35 Millionen Mitarbeitern einen Arbeitsplatz und stellen 71 Prozent aller Lehrstellen. Ihre Eigenkapitalquote hinkt mit 22,8 Prozent denen der Großbetriebe hinterher. Daher ist die Unterstützung dieser Betriebe durch Förderprogramme, vor allen aber auch durch die Angebote von qualifizierten Dienstleistern zum Outsourcing von nicht in die Kernkompetenz der Unternehmen fallenden Tätigkeiten besonders wichtig.
Die Bundesregierung unterstützt die KMU mit zwei Konjunkturpaketen und der Steuerreform: Mit den aufgestockten zinsbegünstigten ERP-Krediten und Haftungen. Mit dem neuen Programm der Mikrokredite, in dessen Rahmen kleine Unternehmen und Einpersonenunternehmen Kredite in Höhe von 10.000 bis 30.000 Euro aufnehmen können. Mit der Steuerreform wurden die Unternehmer den Arbeitnehmer beim Jahressechstel gleichgestellt. Sie können somit auch die steuerliche Begünstigung analog des 13. und 14. Gehalts lukrieren.
Für Wachstumsprojekte österreichischer Unternehmen wird außerdem ein mit jährlich 40 Millionen Euro dotierter "Mittelstandsfonds" bei der AWS eingerichtet. Aus diesem Fonds wird Eigenkapital in Form von stillen Beteiligungen für die heimischen Unternehmen bereitgestellt. Dadurch können komplexe Zukunftsprojekte wie die Erschließung neuer Märkte oder Aufbau einer neuen Vertriebsschiene finanziert werden.
Um die - vielfach schwierige - Eigenkapitalsituation vor allem bei kleineren Unternehmen zu stärken, sprach sich WKÖ-Präsident Christoph Leitl für die Errichtung eines europäischen Garantiefonds aus, der nationalen und regionalen Förderstellen einen Teil ihres Risikos bei der Kreditvergabe abnimmt und für etwaige Kreditausfälle gerade steht. Eine Dotierung von 1 Milliarde Euro würde ausreichen, um ein zusätzliches Kreditvolumen von 50 Milliarden Euro bereitzustellen, sagte Leitl: "Jedes KMU könnte eine Garantie von 5000 Euro erhalten, um in Bildung und Innovation zu investieren und somit gestärkt aus dieser schwierigen Situation hervorgehen. Das wäre ein wichtiges Signal der Ermutigung und Wertschätzung".
KMU-Politik auf EU-Ebene
Die Herausforderungen für KMU sind in ganz Europa ähnlich. Mit dem "Small Business Act" (SBA) hat die Europäische Kommission 2008 eine wesentliche Grundlage geschaffen, um die Wettbewerbsfähigkeit Europas zu sichern. Dabei werden Erleichterungen im Gesellschaftsrecht, Verbesserungen im Bereich der Kapitalbeschaffung, steuerliche Maßnahmen und mehr Hilfe für Unternehmensgründer gefordert. "Das wird den KMU dabei helfen, noch stärker und schneller zu wachsen und setzt an allen noch verbliebenen Hindernissen auf der europäischen Ebene an", sagte Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner.
Das Angebot der Bilanzbuchhaltungsberufe
2.500 öffentlich bestellte Bilanzbuchhalter, Buchhalter und Personalverrechner bieten in Österreich ein dichtes Netz von Leistungen in allen Regionen. Durch die Konzentration auf KMU können diese den mit den unternehmerischen Tätigkeiten und Projekten verbundenen administrativen Aufwand den Fachleuten im Rechnungswesen übergeben, die aufgrund ihrer profunden Aus- und Weiterbildung – und weil es sich dabei selbst vor allem um KMU handelt – einen geradezu idealen Partner auch in schwierigen Zeiten darstellen.
2.500 öffentliche Bestellungen zu den Bilanzbuchhaltungsberufen
Anhaltendes hohes Interesse an der Selbständigkeit - Zwei Drittel der Gründer sind Frauen
Wien – 27. April 2009 – Im Rahmen eines Festaktes konnte die 2.500. öffentliche Bestellung zum selbständigen Bilanzbuchhalter durch die Paritätische Kommission Bilanzbuchhaltungsberufe vorgenommen werden.
Seit Inkrafttreten des neuen Bilanzbuchhaltungsgesetzes im Jahre 2007 haben 1574 Frauen, 836 Männer und 104 Gesellschaften die Berufsberechtigungen erworben – damit gehören die Rechnungswesenberufe nicht nur zu den am stärksten wachsendenselbständigen Berufen, sondern sind auch aufgrund der hohen Qualifikationsvoraussetzungenund des Frauenanteils vonzwei Drittel aller Berechtigten in der österreichischen Berufslandschaft ausgesprochen ‚untypisch’.
Der Vorsitzende der Paritätischen Kommission Friedrich Bock wies dabei besonders darauf hin, dass berufliche Qualifikation und Fortbildung gerade in Zeiten schärferer internationaler Konkurrenz, wirtschaftlicher Schwierigkeiten und allgemeiner Verunsicherung sich als erfolgreiche Strategien bewähren. Die in Österreich einmalige Möglichkeit für die Berufsberechtigten, die Mitgliedschaft in einer gesetzlichen Interessenvertretung (Wirtschaftskammer oder Kammer der Wirtschaftstreuhänder) frei zu wählen und die damit verbundenen Weiterentwicklungsmöglichkeiten zu nutzen, hat sich nach Auffassung der Betroffenen zweifellos bewährt.
Für den Präsidenten der Kammer der Wirtschaftstreuhänder, Klaus Hübner stehen die Möglichkeiten der Kooperation mit den Wirtschaftstreuhandberufen Steuerberater und Wirtschaftsprüfer im Vordergrund, um den Steuerzahlern ein umfassendes Service bieten zu können. Dass genau die Hälfte der Bilanzbuchhalter die Mitgliedschaft zur Kammer der Wirtschaftstreuhänder gewählt haben, ist für Hübner das Zeichen einer erfolgreichen Vereinbarung mit der Wirtschaftskammer.
Für den Fachverband Unternehmensberatung und Informationstechnologie in der Wirtschaftskammer betonte Alfred Harl, Fachverbandsobmann, die Bedeutung der Rechnungswesenberufe gerade für die kleineren und mittleren österreichischen Unternehmen, die eine hochwertige und preiswerte Möglichkeit zur Abwicklung des Rechnungswesens bei den selbständigen Buchhaltungsberufen finden. Er unterstrich auch die Notwendigkeit der kontinuierlichen Weiterentwicklung der Rahmenbedinungen und des weiteren Abbaus bürokratischer Überregulierungen.
Der stellvertretende Vorsitzende der Paritätischen Kommission, Michael Effenberg hob in seiner Laudatio Einsatzbereitschaft, nachgewiesene Aus- und Fortbildung und Risikofreudigkeit der neuen Bilanzbuchhalter hervor und überbrachte die Glückwünsche der gesamten Branche an die neu Bestellten. Stellvertretend für alle neuen Berufsberechtigten wurden mit den Bestellungurkunden je eine 'BibuG-Torte' überreicht an:
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2.499. Bestellung: Catherine Elaine Epstein - Bilanzbuchhalterin
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2.500. Bestellung: Mag. Verena Kränkl - Bilanzbuchhalterin
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2.501. Bestellung: Mag.(FH) Christian Gaßner - Personalverrechner und Buchhalter
Österreichs Exportzukunft sichern
Dienstleistungsexport fördern und forcieren
Wien, 25.März 2009- Die Zukunft des österreichischen Exports liegt im Dienstleistungssektor; und hier vor allem bei den hochwertigen wissensintensiven Services. Davon sind nicht nur die Austrian International Consultants*) (AIC) überzeugt, die heimische Dienstleistungsexporteure bereits seit 2005 im Rahmen der ersten Internationalisierungsoffensive (IO) von Bundesregierung und Wirtschaftskammer erfolgreich in ihren Auslandsaktivitäten unterstützen.
Auch die Planer der gerade in Vorbereitung befindlichen neuen IO der Bundesregierung räumen der Forcierung der Dienstleistungsexporte besondere Bedeutung ein: Manfred Schekulin (BMWFJ) geht einerseits davon aus, dass die Wachstumsdynamik des Dienstleistungshandels sich in Folge technologischer Entwicklungen und zusätzlicher Liberalisierungsschritte weiter beschleunigen werde. Andererseits sieht er in Dienstleistungsexporten auch wichtige Türoffner und Wertschöpfungsfaktoren: Kunden suchten immer öfter nicht mehr nur nach Produkten, sondern nach "Lösungen". Wer intelligente Produkt/Dienstleistungs-Kombinationen (Consulting, Finanzierung, Training, etc.) anbiete, habe auf "high end"-Märkten wirkliche Chancen. Wer nur Güter anbiete, verzichte auf hohe Wertschöpfungspotenziale und komme zusätzlich unter Kostendruck durch Niedriglohnkonkurrenz.
Vier Vorschläge für dringend benötigte Veränderungen Die Austrian International Consultants haben daher in Zusammenarbeit mit nahezu allen für den Dienstleistungsexport wichtigen Institutionen Maßnahmen erarbeitet, die dafür dringend benötigte Veränderungen in Gang setzen sollen. Das daraus entwickelte Gesamtkonzept zur Verbesserung der Exportperformance der wissensintensiven Dienstleistungsbranchen Österreichs wurde in vier große Themenbereiche gegliedert und einem größeren Auditorium in der Oesterreichischen Kontrollbank präsentiert:
1. Rahmenbedingungen 2. Finanzierungskonzepte - Finanzierungsinstrumente 3. Wissensstand - Forschung - Monitoring 4. Bildung - Ausbildung - Weiterbildung
Mit Hilfe der vorgeschlagenen Veränderungen sollen
ad 1) moderne rechtliche Rahmenbedingungen unter anderem die Eigenkapitalstärkung durch Beteiligungen branchenfremder Investoren aber auch die Gründung Interdisziplinärer Gesellschaften ermöglichen,
ad 2) neue Finanzierungsinstrumente wie Haftungsträgerorganisation und Projektentwicklungsfonds den österreichischen Unternehmen die notwendigen finanziellen Ressourcen und ausreichende Kreditwürdigkeit für internationale Aktivitäten geben,
ad 3) die für den Dienstleistungsexport entscheidenden Faktoren und Kriterien statistisch intensiver erfasst, verstärkt wissenschaftlich analysiert und durch objektives Monitoring laufend beobachtet werden,
ad 4) die AIC gemeinsam mit kompetenten Branchenvertretungen aus dem Dienstleistungssektor den Aufbau einer virtuellen Akademie anbieten, über die sämtliche für den Export relevanten Kenntnisse und Fähigkeiten vermittelt werden können.
"Aufgrund des großen Firmeninteresses dürfen wir davon ausgehen", so Dr. Walter Mayr, Präsident der Austrian International Consultants, "dass sich die Inhalte unserer Initiative in der nächsten Internationalisierungsoffensive als konkrete Maßnahmen wiederfinden werden".
Details zu den vorgeschlagenen Maßnahmen und ihrer Präsentation finden Sie unter http://a-i-c.at/de/content1.php?gruppeID=8&bereichID=7&contentID=193
*) Die Plattform Austrian International Consultants (AIC) wurde 2004/05 durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit (heute BMWFJ) gemeinsam mit der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) initiiert, um VertreterInnen wissensintensiver Berufsgruppen, die international aktiv sind bzw. sein wollen, zu vernetzen und zu unterstützen. Begonnen wurde mit Architektur- und IngenieurkonsulentInnen, UnternehmensberaterInnen (inkl. BilanzbuchhalterInnen) und IT-BeraterInnen. 2008 wurden Rechtsanwälte, Wirtschaftstreuhänder und Financial-Engineers mit einbezogen. Derzeit sind ca. 200 derartige österreichische KonsulentInnen vernetzt. Die Bundeskammer der Architekten und Ingenieurkonsulenten (BAIK) sowie der Fachverband Unternehmensberatung-Informationstechnologie (UBIT) der WKO fungieren als Trägerorganisationen.
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